Pressemeldungen Archiv 2007

Rollende Acht: Auch Retten will gelernt sein

In Not geratene Menschen aus dem Wasser retten - eine harte und verantwortungsvolle Aufgabe. Eine solide Ausbildung ist für diese Arbeit eine wichtige Voraussetzung. Dafür trainiert die DLRG-Jugend jeden Sonntag in Flensburg.

Flensburg - Auch am ersten Advent wird bei der Flensburger DLRG-Jugend fleißig trainiert. Während es draußen kräftig regnet, ist es im Hallenbad bei 27 Grad angenehm warm. Im 3,70 Meter tiefen Becken taucht Lena gerade ab. Jugendwart Daniel Bendixen führt mit der Schnorchelgruppe die "Eimer-Übung" mit den 15 Teilnehmern im Schwimmbecken durch. Lena gleitet ruhig durch das Wasser, bevor sie mit ihren Flossen, der Taucherbrille und dem Schnorchel von der Wasseroberfläche verschwindet. Sie und die anderen Schnorchler müssen unter Wasser einen Behälter mit Luft füllen. Nach etwa zehn Sekunden taucht Lena auf und schwimmt langsam weiter. "Für mich ist es unter Wasser ein ungewohntes Gefühl, denn man hat Druck auf den Ohren, das ist aber irgendwie cool", sagt die 13-Jährige. Die Gruppe trainiert an diesem Sonntagabend das 30 Meter Unterwasserschwimmen und die rollende Acht. Die rollende Acht ist eine Übung, bei der die Schwimmer unter Wasser eine Acht schwimmen sollen. Lena ist erst einmal aufgetaucht und dann hängt sie sich mit den anderen Schwimmern an den Beckenrand. Etwa 15 Ausbilder betreuen die elf Gruppen an diesem Sonntag. Vater Andreas Link wartet geduldig in der Wartehalle des Schwimmbads. "Meine Söhne gehen zum Training auch wenn sie mal keine Lust haben. Wir sind auch unbesorgter, wenn unsere Kinder mal alleine ins Freibad zum Schwimmen gehen", sagt Link und liest weiter in seiner Lektüre, denn er hat dafür eine Stunde Zeit, bis das Training zu Ende ist. Ziel des Schwimmtrainings der DLRG ist es, den Kindern die Sicherheit im Wasser zu vermitteln und auf längere Sicht neue Rettungsschwimmer auszubilden. In Flensburg setzt die DLRG die Rettungsschwimmer in Glücksburg und im Ostseebad ein. Die Strandwache ist auch ein beliebter Nebenjob bei den Schülern. Bevor es mit der verantwortungsvollen Aufgabe losgeht, werden die Nachwuchskräfte gründlich bei der DLRG ausgebildet. Die Strandwächter müssen mindestens 12 Jahre alt sein und mindestens das Bronze-Schwimmabzeichen haben. Später werden die jungen DLRG-Strandwächter am Funkgerät ausgebildet, dazu gehört die Fachausbildung Wasserrettung und auch die Sanitätsausbildung. Die vielseitigen Aufgaben bei der DLRG mag auch Holger Reiß. Die DLRG setzt seine Mitglieder bei der Regattasicherung ein, bei der Ausbildung und bei der Jugendarbeit. "Ich bin ein Wassermensch und ich kann mit der DLRG jederzeit aufs Wasser", sagt der derzeitige kommissarische Leiter der Ausbildung der DLRG Flensburg, Holger Reiß. Als er damals seinen Sohn bei der DLRG zum Schwimmtraining anmeldete, entschloss sich Reiß bei der DLRG mitzuhelfen. "Wir sind nach wie vor auf der Suche nach motivierten Eltern, die bei unseren Aktionen mithelfen wollen", sagt Reiß. Eltern können ihre Kinder für das Schwimmtraining bei der DLRG in Flensburg in der Fahrensodde 20, 24944 Flensburg anmelden. Informationen gibt es unter Tel.: 0461 / 49 35 254. Die drei Taucherinnen in der DLRG-Schnorchelgruppe Lena, Lisa und Svenja würden sich freuen, wenn mehr Mädchen mitmachen würden. Kennenlernen kann man die DLRG-Mitglieder am 21./22.12. Passend zur Adventsstimmung sind sie mit einem Punsch-Stand auf dem Holm dabei.

 (Quelle: Flensburger Tageblatt -online- vom 11.12.07)

Spende für die DLRG: Hochwertige Ferngläser

FLENSBURG (ws). In diesem Jahr feiert Foto Raake, das am Nordermarkt ansässige Fachgeschäft für Fotografie und fotografische Dienstleistungen, sein 55-jähriges Bestehen. Dieses Ereignis nimmt Firmenchef Thomas Raake zum Anlass, um etwas für einte guten Zweck zu tun.

Gemeinsam mit seinem Lieferpartner, dem Kamera- und Fernglashersteller Nikon, stiftet er insgesamt vier hochwertige Nikon-Ferngläser für die DLRG Flensburg. Raake, selbst Sporttaucher und Unterwasserfotograf, möchte damit die Arbeit der Lebensretter unterstützen, die auf der Förde und an den Flensburger Stränden für Sicherheit sorgen. Dort kommen die Gläser bei den Standwachen Ostseebad und Solitüde zum Einsatz. Die Spende kommt für die DLRG wie gerufen. Heinz Häbel, Vorsitzender der Flensburger Gliederung: „Wir brauchten dringend Ersatz für unsere beiden Wachstationen.“

(Quelle: DIE WOCHENSCHAU Flensburg - 15.07.07)